Rechtsschutzversicherung – was Sie beim Abschluss beachten sollten

(Last Updated On: 8. Juli 2018)

Bei Rechtsstreitigkeiten können rasch hohe Kosten für Anwälte und Gericht entstehen. Eine Rechtsschutzversicherung, die Ihnen diese finanzielle Belastung im Streitfall erspart, ermöglicht es Ihnen, auch gegenüber finanzstarken Gegner Ihr gutes Recht einzufordern. Zudem haben Sie die Möglichkeit, im Falle von mangelhaften Handwerkerleistungen, bei Streit mit dem Vermieter oder nach einer brenzligen Situation im Straßenverkehr Rat bei einem Rechtsanwalt einzuholen. Allerdings gibt es für die verschiedenen Rechtsbereiche unterschiedliche Policen. Neben einer privaten Rechtsschutzversicherung, die beispielsweise Streitigkeiten rund um Kaufverträge absichert, können Sie Policen für Mietrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht oder einen Online-Rechtsschutz abschließen. Viele Versicherer bieten dabei Kombi-Pakete an, die im Falle einer Niederlage vor Gericht für die entstanden Anwalts- und Gerichtskosten aufkommen.

Rechtsschutzversicherung – Auf die Details kommt es an

Damit Sie im Ernstfall keine unangenehme Überraschung erleben, sollten Sie vor Abschluss einer Rechtsschutzpolice einen Blick auf das Kleingedruckte werfen: In der Regel nicht erstattet werden die Kosten für Baustreitigkeiten sowie rund um das Familien- und Erbrecht. Ebenfalls gut zu wissen: Bei den meisten Versicherern gibt es zu Beginn eine Wartezeit, in der Sie die Versicherungsleistungen noch nicht in Anspruch nehmen können. Häufig beläuft sich diese auf eine Dauer von drei Monaten.

Zu beachten ist außerdem, ob Sie Ihren Anwalt frei wählen oder nur Juristen aus einer Liste des Versicherers wählen dürfen. Achten Sie zudem auf die Deckungssumme: Die Kosten für Anwälte, Gericht und Sachverständige werden stets nur bis zu einer bestimmten Höhe übernommen. Damit Sie für alle Fälle abgesichert sind, sollte Ihre Rechtsschutzversicherung nicht nur bei gerichtlichen Verfahren einspringen, sondern Sie auch bei außergerichtlichen Streitigkeiten mit Ämtern und Behörden unterstützen.

Bei vielen Anbietern haben Sie die Möglichkeit, dank eines höheren Selbstbehalts einen günstigeren Tarif zu wählen. Dann sollten Sie aber in der Lage sein, Ihren Eigenanteil problemlos aufzubringen.

Bevor Sie im Streitfall einen Anwalt konsultieren, müssen Sie eine Deckungszusage einholen. Erscheint Ihrer Versicherung ein Erfolg vor Gericht aufgrund der Sachlage absolut unwahrscheinlich, könnten Sie andernfalls unter Umständen auf den Kosten sitzenbleiben.