Was macht eine gelungene Hausfinanzierung aus?

(Last Updated On: 16. Juni 2018)

Für die meisten Deutschen ist der Kauf einer Immobilie mit einem großen Aufwand verbunden. Nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch. Welcher Laie kennt sich schon genau mit den Faktoren aus, die bei einer Hausfinanzierung wichtig sind? Um den Hauskauf dennoch optimal finanzieren zu können, empfiehlt es sich bereits vor Einholung verschiedener Angebote einige Aspekte zu durchdenken.

1. Ermittlung des Eigenkapitals

Die volle Summe eines Immobilienerwerbs können sich nur wenige Deutsche leisten, die Finanzierung durch Fremdmittel ist daher nicht ungewöhnlich. Entscheidend für die Konditionen (Laufzeit, Zinssatz, Tilgungsrate, etc.) ist jedoch die Höhe des Eigenkapitals. Wie viel Geld kann ich selber in die Hauskauffinanzierung einbringen und welcher Teil muss von einem Darlehensgeber übernommen werden? Diese Frage sollte man zu Beginn der Überlegungen, in die eigenen vier Wände zu ziehen, realistisch beantworten. Zu empfehlen ist, dass vor allem jene Geldanlagen berücksichtigt werden, die weniger von Kursschwankungen abhängig sind, um auch langfristig mit diesem Kapital planen zu können. Im Hinterkopf sollte man auch immer solche Ausgaben haben, die für Sanierungen oder Modernisierungen zu einem späteren Zeitpunkt aufgebracht werden müssen.

2. Monatliche Belastungen errechnen

Wer den Hauskauf über ein Darlehen finanzieren möchte, sollte bei der Planung die monatlichen Belastungen nicht vergessen. Dabei ist es wichtig anhand des Einkommens einen realistischen Maximalbetrag zu erreichen, der im Monat für die Rückzahlungen aufgebracht werden kann. Ideal ist es hierbei nicht zu knapp zu bemessen, denn Lebensumstände und Arbeitsverhältnisse können sich schnell ändern. Auch alle anderen anfallenden Kosten müssen bei dieser Berechnung berücksichtigt werden.

3. Darlehenssumme zur Hausfinanzierung berechnen

Hat man die Höhe des Eigenkapitals und der maximalen Belastungsgrenze für die Rückzahlungen ermittelt, kann die Darlehenssumme errechnet werden. Sprich: Wie viel Immobilie kann ich mir tatsächlich leisten, um den Hauskauf ohne große Belastungen finanzieren zu können? Für die Berechnung kann man sich an den marktüblichen Zinsen orientieren. Auch helfen verschiedene Baufinanzierungsrechner. Von der ermittelten Summe sind dann noch die Nebenkosten für Notar, Grunderwerbsteuer und eventuell einen Makler abzuziehen.

Wenn man den Hauskauf finanzieren möchte, sind jedoch noch weitere Kosten zu berücksichtigen. Je nach Angebot des Darlehensgeber müssen Kontoführungsgebühren oder Bereitstellungszinsen in die Planung mit eingebunden werden. Auch die Ausgaben für eine spätere Sanierung oder Modernisierung der Immobilie spielen eine wichtige Rolle.